17 Juni 2004

Aktuelles zur Industriepflanzenzüchtung

FNR informiert auf den DLG-Feldtagen

Dass für die intensivere Nutzung von nachwachsenden Rohstoffe auch die Züchtung eine wichtige Rolle spielt, zeigt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) auf den DLG-Feldtagen. Vom 22. bis 24. Juni informiert sie in Zelt 2, wie der Rohstoffertrag von Stärkekartoffeln oder Erucaraps durch Züchtung und Biotechnologie gesteigert werden kann.

Denn für eine industrielle Nutzung sind oft ganz andere pflanzliche Inhaltsstoffe wichtig als für die Herstellung von Nahrungsmitteln. Während die Erucasäure beispielsweise im Salatöl nichts zu suchen hat, ist sie für die Waschmittelherstellung eine wichtige Grundsubstanz. Zwar gibt es schon heute erucasäurehaltigen Winterraps, richtig ertragreich ist er jedoch bislang nicht. Von der FNR unterstützt arbeitete die Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG daher an der Entwicklung hochertragreicher Hybridsorten.

Nicht nur dieses Projekt soll auf den DLG-Feldtagen vorgestellt werden, Fachleute berichten außerdem über die Ergebnisse der Forschungen zur genetischen Optimierung der Kartoffel. In einem groß angelegten Vorhaben arbeiteten zwölf Partner seit 2000 daran, den Stärkegehalt der Kartoffel zu erhöhen. Nicht nur auf Züchtung und Pflanzenbau wurde dabei zurückgegriffen, zum Einsatz kamen auch biotechnologische und molekulargenetische Methoden.

Bis zum Anbau der neuen Kartoffelsorten und zur Nutzung der Stärke für die Herstellung von biologisch abbaubaren Werkstoffen wird zwar noch einige Zeit vergehen. Besucher können sich an Stand ZA 22 in Zelt 2 jedoch schon heute darüber informieren, welches Verfahren die größte Wirkung zeigte. Darüber hinaus informiert die FNR mit Fachwissen und Broschüren auch über ihre Aufgaben und über Stand und Technologien der Nutzung der Energie- und Industriepflanzen in Deutschland.

Source: Pressemitteilung Nr. 352 der FNR vom 2004-06-16.

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