15 Juli 2005

AKNÖ-Brennstofferhebung zeigt: Holz ist am billigsten

Ranking: Brennholz vor Holzbriketts

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Wer bereits im Hochsommer ans Heizen denkt, profitiert. Das zeigt die jüngste Preiserhebung, die die AKNÖ unter 55 Brennstoffhändlern, 32 Pellets-Anbietern, 47 Holzbriketts-Fachhändler, 43 Kohlenhändlern, und 7 Flüssiggasanbietern durchgeführt hat. Hervorstechendes Beispiel: Flüssiggas kostet unterm Jahr pro 100 kg zwischen 83 und 130 Euro, jetzt kann es zum Aktionspreis ab 66 Euro gekauft werden.

Der billigste Brennstoff ist nach wie vor Holz. Brennholz geht als klarer Sieger hervor, dicht gefolgt von Pellets. Die Holzbriketts belegen knapp dahinter Platz drei. Pellets sind gegenüber dem Vorjahr sogar billiger geworden. Wer sie in großen Mengen, etwa 5 Tonnen, kauft und in einem Zentralofen verheizt, erreicht beinahe das optimale Heizergebnis von Brennholz. Holzbriketts kommen auch im 10-kg-Sackerl nicht teuer. Weit abgeschlagen beim Ranking sind die fossilen Brennstoffe Kohle und Flüssiggas. Hier sind die Listenpreise einfach zu hoch, um gegenüber Brennholz mithalten zu können.

In der Erhebung wurde außerdem anhand der durchschnittlichen Kaufpreise und des Heizwertes der einzelnen Brennstoffe errechnet, wie viel Heizen wirklich kostet: Stückholz Buche 33 cm, Jahresmenge ab 7 Raummeter 0,027 Euro/kWh, Pellets offen ab 5 Tonnen 0,032 Euro/kWh, Holzbriketts Jahresmenge ab 5 Tonnen 0,037 Euro/kWh, Hüttenkoks ab 5 Tonnen 0,051 Euro/kWh, Steinkohle ab 5 Tonnen 0,057 Euro/kWh und Flüssiggas, Jahresmenge 0,078 Euro/kWh.

Schlechte Öfen kommen teuer

Nicht nur der Brennstoffpreis, auch der Zustand des Ofens ist entscheidend, wie wirtschaftlich jemand heizt. “Das billigste Holz nützt nichts, wenn man einen alten Ofen mit schlechtem Nutzungsgrad hat. Beim Nutzungsgrad je nach Heizkessel gibt es zwischen einem alten und einem neuen Gerät Unterschiede bis zu 30 Prozent”, erklärt AKNÖ-Konsumentenberater Ing. Horst Krumholz. Das gilt für Holzöfen genauso wie für Flüssiggas-Heizanlagen oder Kohleöfen. Ein Tipp von Krumholz: “Lassen Sie Ihren Heizkessel überprüfen und schaffen Sie – wenn nötig – einen neuen an. Das kommt auf lange Sicht günstiger.”

Die Ergebnisse im Detail

  • Stückholz Buche (33cm gehackt): Der Raummeter kostet zwischen 47,90 und 88,00 Euro. Der Mittelwert beträgt 59,68 Euro. Das entspricht einer Verteuerung gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 5,37 Euro oder 9,89%.
  • Pellets in 15 kg Säcken ohne Transport kosten zwischen 2,40 und 3,89 Euro. Der Mittelwert beträgt 3,10 Euro. Das entspricht einer Preisreduzierung gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 0,36 Euro oder minus 10,40%.
  • Pellets offen ab 5 Tonnen mit Transport pro 100 kg kosten zwischen 12,00 und 21 Euro pro 100 kg. Der Mittelwert beträgt 15,52 Euro. Das entspricht einer Preisreduzierung gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 1,40 Euro oder minus 8,27%.
  • Holzbriketts 10 kg (5x30cm gelocht) in kleiner Menge kosten zwischen 1,36 und 3,20 Euro. Der Mittelwert beträgt 2,03 Euro.
  • Hüttenkoks Jahresmenge (5t) ohne Transport pro 100 kg kostet zwischen 30,60 und 56 Euro. Der Mittelwert beträgt 38,12 Euro. Das entspricht einer Verteuerung gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 4,63 Euro oder 13,83%.
  • Steinkohle (Brech II) Jahresmenge (5t) ohne Transport pro 100 kg kostet zwischen 19,32 und 40 Euro. Der Mittelwert beträgt 27,73 Euro. Das entspricht einer Preisreduzierung gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 3,55 Euro oder minus 11,35%.
  • Flüssiggas: Die Jahresmenge ohne Transport pro 100 kg kostet zwischen 82,89 und 129,96 Euro. Der Mittelwert beträgt 99,44 Euro. Das entspricht einer Verteuerung gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 12,23 Euro oder 14,02%.
  • Flüssiggas-Aktionspreis: Die Jahresmenge ohne Transport zum Aktionspreis pro 100 kg kostet zwischen 66,43 und 113,16 Euro. Der Mittelwert beträgt 86,50 Euro. Das entspricht einer Preisreduzierung gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 0,71 Euro oder minus 0,81%.

Die Aktionspreise bei Flüssiggas zeigen, dass hier ein großer Verhandlungsspielraum gegeben ist. Die errechnete Verteuerung kann durch umsichtige Einkaufs- und Verhandlungstaktik unter Umständen gar nicht zum Tragen kommen. Langfristige Bestellungen in den Sommermonaten zahlen sich aus.

(Vgl. Meldungen vom 2004-11-30 und 2004-08-27.)

Source: AKNÖ Konsumentenberatung vom 2005-07-14.

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