25 April 2005

AGDW: Holz – die erneuerbare Energie schlechthin

Waldbesitzer für Aufwertung des Begriffs Biomasse

“Bei dem Plädoyer für Erneuerbare Energien ist vor allem an Holz-Biomasse zu denken. Die Einordnung zwischen Gülle und organischen Abfällen wird dem Jahrtausendrohstoff Holz allerdings nicht gerecht. Denn, wenn die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und das Wasser nicht fließt, wachsen die Bäume immer noch. Den tatsächlichen nachwachsenden Rohstoff und damit erneuerbaren Energieträger liefern somit unsere Wälder. Wir fordern Gleichberechtigung!”, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, im Vorfeld des Tags der erneuerbaren Energien am 30.4.2005.

Nach Ansicht der AGDW müssen die Potentiale und Chancen von Holz als Energieträger mehr in das Bewusstsein der Menschen gebracht werden. Der vermeintliche Widerspruch zwischen “Baum ab – nein danke” und dem positiven Image von Holz muss aufgelöst werden. Forstwirtschaft, die diesen einmaligen Rohstoff zur Verfügung stellt, findet in der Mitte unserer Gesellschaft statt. Die Branche bietet auch in Deutschland mehr Arbeitsplätze als die Kohle- und Chemie-Industrie zusammen.

Deshalb muss die so richtige und wichtige “Charta für mehr Holzverwendung” zügig und konstruktiv umgesetzt werden. Die Ziele der Charta, u.a. die Holznutzung in 10 Jahren um 20% zu steigern, dürfen nicht konterkariert werden. So werden die Pläne für ein Urwaldschutzgesetz oder die Novellierung des Bundeswaldgesetzes genau das bewirken. Dass Bedenken gegenüber der verantwortungsvollen und nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder völlig unbegründet sind, hat erst die kürzlich vorgestellte Bundeswaldinventur II bewiesen. Danach verfügen unsere Wälder über die höchsten Holzvorräte in Europa und werden zudem vorbildlich bewirtschaftet.

“Die Nutzung von Holz muss daher das Gebot unserer Generation sein. Für mich ist deshalb nicht ein Windrad das Symbol für erneuerbare Energien, sondern das Bild eines nachhaltig gepflegten Waldes”, so Salm.

(Vgl. Meldung vom 2004-05-27.)

Source: Pressemitteilung der AGDW vom 2005-04-22.

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