14 August 2009

Acetobacter Xylinum schafft selbstwachsende Verpackung

Individuelle Schutzverpackung aus Zellulose beim VisionWorks Award "CargoPacks 2020" prämiert

Bei dem von Bayer MaterialScience initiierten Wettbewerb VisionWorks Award “CargoPacks 2020″ entwickelten Designstudenten neue Konzepte für intelligente Verpackungen und Transportmittel der Zukunft. Einen dritten Platz erhielt Mareike Frensemeier (Hochschule für Künste Bremen) für ihr “bacs” Konzept. Sie konzipierte eine hundertprozentig ökologische Schutzverpackung aus Cellulose, die durch das Bakterium Acetobacter Xylinum produziert wird und als individuelle Hülle auf der Oberfläche verschiedener Produkte “heranwächst”.

2009-0454-5.jpgGemeinsam mit dem Flugzeugbauer Airbus, dem Logistikunternehmen Deutsche Post DHL und dem Möbelbeschlaghersteller Hettich lud das Leverkusener Unternehmen Bayer MaterialScience Studenten europäischer Design-Hochschulen ein, Lösungen für die Logistik der Zukunft zu entwickeln. Die intelligentesten Modelle wurden mit bis zu 5.000 Euro prämiert.

Für diesen VisionWorks Award, der bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde, haben insgesamt fast 50 Studenten an fünf ausgewählten europäischen Hochschulen die Herausforderung angenommen und sich unter anderem mit innovativen Materialien von Bayer MaterialScience auseinandergesetzt. Die Aufgabe bestand darin, visionäre Anwendungen rund um die Themen Verpackung, Transport und Servicelogistik im Jahr 2020 zu entwerfen. Bei einem Kick-Off-Meeting im Oktober 2008 erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Material- und Anwendungsentwicklungen aller beteiligten Partner sowie Denkanstöße für die kreative Arbeit.

Im Anschluss entstanden in einem Zeitraum von vier Monaten individuelle Konzepte, die nicht nur auf Robotik und Chiptechnologie bauen, sondern gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen ermöglichen. Aus rund 150 ersten Entwürfen wählte die achtköpfige Fachjury 42 Ideen aus, die weiter ausgearbeitet wurden. Neben dem intelligenten Einsatz des Materials bewerteten die Juroren vor allem den Grad der Innovation, die Funktionalität und die formale Qualität der Modelle.

Die Ergebnisse begeistern und sind eine gelungene Mischung aus Ideenreichtum und dem optimalen Einsatz verschiedener Werkstoffe. Den dritten Platz teilen sich Mareike Frensemeier (“Bacs”, Hochschule für Künste Bremen) und Matthias Rauch (“Water Ahead”, Folkwang Hochschule Essen). Die Bremer Studentin konzipierte eine hundertprozentig ökologische Schutzverpackung aus Cellulose, die durch das Bakterium Acetobacter Xylinum produziert wird und als individuelle Hülle auf der Oberfläche verschiedener Produkte “heranwächst”. Den anderen dritten Preis erhielt das Essener Modell eines automatischen Rettungskapselsystems, das Opfer von Flutkatastrophen selbständig ortet und sie bereits während der Bergung über ein integriertes Filtersystem mit frischem Trinkwasser versorgt.

Eine Lösung für die Bewältigung der “letzten Meile” bis hin zum Verbraucher findet der Entwurf “Urban Mole” von Philipp Hermes, Folkwang Hochschule Essen, der den zweiten Preis erhielt: Dank RFID-Chips und Robotertechnik navigiert sich die schuhkartongroße Transporteinheit selbständig an den Decken der vorhandenen Kanalisationsrohre entlang, die hier als unterirdisches Kurier- und Wegeleitsystem dienen. Der erste Preis ging in diesem Jahr an Manuel Dreesmann von der Hochschule für Künste Bremen für sein Projekt “Green”, einem Paternoster-System zur Begrünung und dem Vor-Ort-Anbau von landwirtschaftlichen Produkten in urbanen Lebenswelten.

Source: Bayer MaterialScience, 2009-07-24.

Supplier

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email