16 Januar 2004

Abfallholz noch zu wenig als Energieträger berücksichtigt

Wo derzeit schon die Schnitt- und Pflegemaßnahmen entlang heimischer Landstraßen erfolgen, sammeln sich unübersehbare Halden von Grünabfällen. Städtische und gemeindliche Bauhöfe sehen sich zum frühen Ende der Wintersaison mit gewaltigen Mengen Astwerk und Laubresten konfrontiert. Teilweise wird das Astwerk direkt an Ort und Stelle geschreddert und zur natürlichen Verrottung wieder auf die Pflanzflächen aufgeblasen, der weitaus größere Teil jedoch verbleibt ungenutzt in Kompostwerken oder wird als Hackschnitzelgut an Gartenbauer weiter gereicht.

Da Holz als nachwachsender Rohstoff bei der Verbrennung die Bilanz aus Kohlendioxid und Sauerstoff nicht verändert, gewinnt die Nutzung solcher Abfälle als Energieträger zunehmend an Bedeutung. Neben Straßenbegleitgrün könnte nämlich auch Waldrestholz aus Durchforstung, Industrie-Restholz aus Sägewerken sowie Sägemehl verwertet werden, um Wärme zu erzeugen.

Die Arbeitsgruppe Holz, Forstwirtschaft und Energie in Siegen-Wittgenstein davon aus, dass jährlich insgesamt 135.000 Tonnen Holz allein für die regionale energetische Nutzung zur Verfügung stehen. Somit könnten 69 Millionen Liter Heizöl im Jahr eingespart werden, bzw. würden die bislang nicht genutzten Holzreste demnach ausreichen, um 15.000 Einfamilienhäuser zu beheizen.

(Vgl. Meldungen vom 2004-01-13 und 2003-07-01.)

Source: Westfalenpost vom 2004-01-14.

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