11 Januar 2016

3D-Druck: C.A.R.M.E.N.-Netzwerk stiftet Christbaumkugeln für den Papst

Firma Novamont verschönert den Oberpfälzer Christbaum auf dem Petersplatz

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Der biologisch abbaubare Christbaumschmuck der Firma Novamont aus Eschborn - Zoom -

C.A.R.M.E.N. e.V. verschönert mit Hilfe seines Mitglieds Novamont den Oberpfälzer Christbaum von C.A.R.M.E.N. Vorstand Franz Kustner auf dem Petersplatz mit biologisch abbaubarem Christbaumschmuck, der die ökologischen Forderungen der letzten Enzyklika erfüllt.

Am 18. Juni 2015 wurde die Enzyklika “Laudato si” von Papst Franziskus veröffentlicht. Sie beschäftigt sich vorrangig mit ökologischen Fragen. „Aus Sorge um die Zukunft des Planeten Erde und um das Leben der Armen und der zukünftigen Generationen entwirft der Papst die Vision einer ganzheitlichen Ökologie, die davon ausgeht, dass letztlich alles miteinander verbunden ist. Es braucht eine wahrhafte “ökologische Umkehr” nicht nur der Einzelnen, sondern ganzer Gesellschaften, überall auf der Welt. Pro Jahr werden hunderte Millionen Tonnen Müll produziert, von denen viele nicht biologisch abbaubar sind. Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.

Es fällt uns schwer anzuerkennen, dass die Funktionsweise der natürlichen Ökosysteme vorbildlich ist: Die Pflanzen synthetisieren Nährstoffe für die Pflanzenfresser; diese ernähren ihrerseits die Fleischfresser, die bedeutende Mengen organischer Abfälle produzieren, welche Anlass zu neuem Pflanzenwuchs geben. Dagegen hat das Industriesystem am Ende des Zyklus von Produktion und Konsum keine Fähigkeit zur Übernahme und Wiederverwertung von Rückständen und Abfällen entwickelt.

Noch ist es nicht gelungen, ein auf Kreislauf ausgerichtetes Produktionsmodell anzunehmen, das Ressourcen für alle und für die kommenden Generationen gewährleistet und das voraussetzt, den Gebrauch der nicht erneuerbaren Reserven aufs Äußerste zu beschränken, den Konsum zu mäßigen, die Effizienz der Ressourcennutzung maximal zu steigern und auf Wiederverwertung und Recycling zu setzen. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage wäre ein Weg, der Wegwerfkultur entgegenzuwirken, die schließlich dem gesamten Planeten schadet. Wir stellen jedoch fest, dass die Fortschritte in diesem Sinn noch sehr gering sind.“

Trotzdem gibt es schon gute, umsetzbare und reife Ansätze in diese Richtung! Dies wollen wir dem Papst mit unserer Aktion zeigen. Mater Bi ist ein Werkstoff aus Pflanzenstärke, der nach seiner Nutzung als Biokunststoff kompostiert werden kann und so in den Naturkreislauf zurückgebracht wird.

Die Idee kam C.A.R.M.E.N. Geschäftsführer, Edmund Langer, nachdem ihm Franz Kustner, Bezirkspräsidenten des Bayerischen Bauernverbandes und stellvertretender Vorsitzender von C.A.R.M.E.N. e.V., erzählt hatte, dass der diesjährige Christbaum für den Petersplatz aus seinem Wald stammt. Die 32 Meter hohe Fichte aus der Oberpfalz ist bereits im Vatikan angekommen. Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat dafür die Schirmherrschaft übernommen.

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v.l.n.r.: Christian Leuchtweis, Franz Kustner, Edmund Langer - Zoom -

Am 18. Dezember findet nun die feierliche Illumination des Baumes durch Papst Franziskus statt. Novamont, eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von biologisch abbaubaren Werkstoffen und Biochemikalien unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe und langjähriges Mitglied von C.A.R.M.E.N., hat eigens dafür in einer Nacht und Nebel-Aktion noch einen Baumschmuck entwickelt: aus einem 3D-Drucker und biologisch abbaubar! C.A.R.M.E.N. e.V. und das Unternehmen aus Eschborn freuen sich, dass sie Franz Kustner den Baumschmuck mit auf den Weg nach Rom geben können. Franz Kustner wird den Baumschmuck am 18.12. dem Papst persönlich im Namen von C.A.R.M.E.N. e.V. überreichen.

Source: C.A.R.M.E.N. e.V., Pressemitteilung, 2015-12-11.

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